Donnerstag, 16. November 2017

Ausgeraubt– Atessa #6: Drei Teeverrückte

Im Oktober habe ich mal wieder bei Yemin vorbei geschaut. Mein letzter Besuch war aber auch unglaublich lange her. Unser Treffen haben wir so geplant, dass die liebe Thirsty auch da war. Und so konnten wir einen sehr schönen Tee-Tag zu dritt verbringen.
Bei ein, zwei, drei... Tees haben wir über die letzten Ereignisse gesprochen und Erfahrungen ausgetauscht.
Zwischendurch saßen wir zu viert am Teetisch, wenn die angehende kleine Teemeisterin noch dazu kam.
Thirsty hatte auf jeden Fall ihren Spaß. Leider konnten wir unseren Raubzug durch Yemins Teevorräte nicht ganz so durchführen, wie geplant.
Aber wir haben glücklicherweise die ein oder andere leckere Schale Tee trinken dürfen. Sie war sogar so spendabel, uns mehr als die übliche Fingerhutportion zu gönnen.
Gespeist haben wir auch königlich, ich liebe Sushi ja sehr.
Nach dem üppigen Mahl tat eine weitere Schale Tee auch wirklich Not. So viel Tee habe ich tatsächlich lange nicht mehr zu mir genommen, sodass ich bald leicht einen im Tee hatte.
Ich hätte wirklich gerne diverse Teekannen adoptiert, Teeschalen eingesteckt und Teevorräte minimiert. Das schafft die liebe Yemin schließlich gar nicht alles alleine!
Mitgekommen sind dann diese zwei neuen Utensilien: Einmal der wunderschöne Teetisch aus einer Kombination mit Bambus und Keramik. Daran gefällt mir besonders, dass er so schön transportabel ist und ich ihn einfach so schnell auf den Balkon stellen kann, um dort meinen Tee zu genießen. Und die süße kleine Teekanne habe ich Thirsty abschwatzen können :) Sie ist für mehr als eine Person gemacht – oder für eine sehr durstige Person *wink*

Mädels, ich danke euch für den schönen Tag und die tolle Zeit mit euch! Es hat mal wieder sehr viel Spaß gemacht =)

Herzlichst, Atessa

Dienstag, 14. November 2017

Monatsfavorit Oktober # Thirsty

Hallo ihr Lieben, ich bin es eure "EckChen".

Mir wurde die Ehre Zuteil in nächster Zeit die Posts von "Thirsty" zu übernehmen.

Dann fangen wir mal gleich an.
Mit was wurde ich im letzten Monat am liebsten abgefüllt. Hm, lasst mich mal kurz überlegen.

Natürlich mit dem Ali Shan. Der wärmt mein Bäuchlein und duftet so gut. Es findet eine Symbiose zwischen uns statt. Ich liebe den Ali Shan sehr, aber leider war es das mit uns. Die letzte Packung hat Thirsty nun aufgebraucht. Eine weitere wird es nicht mehr geben, darüber sind wir beide sehr traurig.

das waren noch Zeiten mit dem Ali Shan

Aber Thirsty wird für mich schon einen Ersatz finden. Der Li Shan (der Bruder vom Ali ) ;) wird ein kleiner Trost in nächster Zeit sein.


Bis zum nächsten mal
Eure "EckChen"

Donnerstag, 9. November 2017

Achtsamkeit

Facebook, Instagram, Pinterest, Google, Twitter, Youtube überall sind wir mit unserem Blog vertreten. Die sozialen Netzwerke sind ein Segen und ein Fluch zugleich. Teile ich einen Post nicht bei Facebook, so wird der Blog nicht geklickt. Klickzahlen! Das Thema! Doch wozu eigentlich? Der Blog ist nicht gesponsort, er verdient kein Geld, wozu also die Sucht nach höheren Klickzahlen? Ist es wohl doch das Ego, das mich dazu bewegt?
Doch beim Tee sollte man sein Ego hinter sich lassen. Nur wenn man eine Einheit mit dem Tee bildet, kann eine gute Schale Tee auch gelingen. Erst dann kann man das Resultat genießen.
Facebook und Instagram, ich nehme euch gern mit zu einer Schale Tee, doch das Bedienen der sozialen Netzwerke kostet Zeit. Zeit die beim Teegenuß verloren geht. Oft ist nach dem Fotografieren der Tee kalt geworden oder ich habe vergessen, den Tee umzugießen.



Beim Surfen durch Instagram bin ich heute auf einen Post gestoßen. Mehr Achtsamkeit beim Essen, ein Online Seminar.
Genau mein Thema! Aber bin ich den wirklich noch Achtsam mit meinem Tee? Nein! Ich bin so sehr damit beschäftigt, Bilder und Videos zu machen, dass ich den besten Tee nicht mehr genieße. Heute also, gleich nachdem ich diesen A...Tritt erhalten habe, genoss ich meinen Tee wieder oder versuchte es zumindest.
Ich kam zur Ruhe und merkte wie schwer es mir fällt, das Handy beiseite zu legen und mich nur auf den Tee und das drumherum zu fokussieren.



Wo ist die Achtsamkeit in meinem Leben hin?! Ich hatte es immer schwer, mich auf Dinge zu konzentrieren. Der Tee half mir dabei, meine Balance zu finden. Diesen Weg muss ich wieder finden... der erste Schritt ist getan!
Ich glaube, das mit der Ruhe auch wieder mehr neue Ideen für den Blog kommen.


Dienstag, 7. November 2017

Xi Gui - Sheng Gushu 10 Jahre gelagert



Wenn ich junge Sheng Puerh trinke, habe ich manchmal das Gefühl, dass mein „Bauchgefühl“ mir davon abrät. Die Gushu-jung-Sheng Puerhs von Nan Yi aus Berlin waren da etwas freundlicher.


Deshalb versuche ich nun einen 10 Jahre gelagerten Xi Gui - Gushu Sheng Puerh, Gushu bedeutet in dem Fall von 300 -500 Jahre alten Bäumen, den ich direkt im Laden schon einmal kosten durfte.


Heute bei Sonne-Wolken Mix an einem schönen Herbstsonntag, die Nachbarschaft Ruhe verströmend, sitze ich hier draußen und gieße diesen Puerh ( 3g im 45 ml Gaiwan und heißem Wasser).


Schon die trockenen Blätter versprechen viel. Ein etwas größeres Stück der Probe, lässt auf lockere Pressung schließen. Sie riechen auch erwärmt angenehm nach Pu, ohne schlechte Einflüsse.


Die ersten Aufgüsse dann mit schön klarer, orangener Farbe und angenehm, weichem, süßem Geschmack nach Kräutern und hellen Früchten, natürlich leicht bitternd und astringierend am Gaumen und den Zungenseiten. Der Puerh ist sehr ergiebig und bleibt geschmacklich im Mundraum lange haften.


So sitze ich nun und gieße diesen Tee immer wieder auf, spüre seine Wärme und Energie in mir fließen, stille meinen Durst bei dieser positiven Bitterkeit und lasse die Zeit an mir vorbeifließen. Die Aromen lassen dann nach und ich betrachte die feuchten 2-3 fingerlangen Blätter, die gleichmäßig, dunkelgrüne Farbe besitzen, sich elastisch anfühlen und oft längs gerollt erscheinen.


Insgesamt also ein guter Eindruck, den dieser Tee bei mir hinterlässt. Vielleicht, würde ich denken, könnte er noch etwas liegen, könnte von seiner leichten Pu-reizbarkeit noch etwas in Süße verwandeln, so mir mein Bauchgefühl rät. Aber andererseits ist er schon gut auf dem Weg und hat etwas davon, was mir an jungen Puerhs eben fehlt.


Es ist schwierig, daraus jetzt etwas für Gushu abzuleiten. Zu vergleichbaren Puerhs aus anderen Quellen, ohne Gushu, würde ich schon etwas darin sehen. Werde wohl noch weiter probieren müssen...


Gut, „viel Tee und heiß gießen“ ist schon eine Herausforderung. Deshalb der nächste Versuch nach Anweisung von Nan Yi (etwas abgewandelt) : 2g im 45 ml Gaiwan bei ca. 90° C Wassertemperatur, beginnend mit 1 Minute Ziehzeit, bei leichtem Nieselregen an diesem Tag, diesmal drin, gemütlich am Teetisch aufgegossen.
Der Puerh wirkt etwas weicher in den Aufgüssen, bei ähnlichem Geschmack, leichte Bitterkeit am Gaumen, die mir aber nicht so umfassend erscheint, weniger Astringens.
Die Aufgüsse ab dem 2. relativ gleichmäßig komplex mit einer Vielzahl an Aromen und einem etwas hervorstehendem Aroma ähnlich wie Getreide, etwas malzig, ab dem 8. dann wird’s leichter, ich verlängere die Zeit noch mal und gieße den 10. direkt heiß, bevor ich zum Höhepunkt komme.



Dazu habe ich eine 120 ml Tonkanne vorbereitet, in der ich den gegossenen Tee ca. 15 Minuten auf einer Kerze ziehen lassen werde. Er kocht nicht direkt, ist aber doch sehr heiß.
Der erste Schluck dann von diesem Sud ist schockierend stark und wild, ein Konzentrat an Aromen und Eindrücken, dem ich nur mit einem Schluck Extrawasser begegnen kann, was den Tee wieder ins „Ordentliche“ herunterzieht.
Auch der zweite Aufguss, länger ziehen gelassen, erbrachte einen starken Sud, der mir mit etwas Wasser sehr interessant erschien.
Und ich hab lange überlegt, was das wohl für ein spezieller Geschmack da hinten in meinem Mund ist, bis mir der Gedanke an Lakritze kam. Ja, das könnte es sein, ohne das Salzige, mehr auch von der Textur her.


Wenn ich nun beide Teetage vergleiche, ergibt sich ein etwas ambivalentes Bild. Der heiße Aufguss erzeugte mehr Wärme, die mir am zweiten Tag etwas fehlte. Die anregende Wirkung war mir dagegen am zweiten Tag fast unangenehm höher, vielleicht durch die zwei Konzentrate. Geschmacklich war der zweite Tag ohne Sud gesehen, angenehmer, weicher aber nicht so vielschichtig, wie der erste Tag.

Und interessant auch mein Versuch mit 1g auf 75 ml, heiß gegossen und dann Grandpastyl getrunken. Schön leicht aber mit typischem Pu-Aroma und wenig Bitterkeit aber auch nicht so komplex.



Bei einem Besuch im Laden von Nan Yi konnte ich mich dann noch einmal ausführlich über diesen Tee, auch dazu im Vergleich mit einem nicht Gushu Puerh, austauschen und diese genießen...

Und als Nachtrag die Ankündigung von Nan Yi, 5 Verkostungen zu diesem sehr interessanten Thema Gushu bei sich zu veranstalten:

https://nan-yi-tee.de/epages/d3df5160-c9eb-4f2f-a0c5-c3e84249af1d.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/d3df5160-c9eb-4f2f-a0c5-c3e84249af1d/Categories/Newsletter/Gu_Shu_Tee_Verkostung

wo dann gerade auch auf die Besonderheiten dieser Tees im Bezug auf andere, ähnliche Tees eingegangen wird.

Donnerstag, 2. November 2017

Huang Ya Ming Qian

Der Berliner Teesalon hat mich mal wieder angenehm überrascht.
Bei meiner  ersten Online - Bestellung dort, habe ich neben meinem Standart – Gelbtee auch eine Probe von diesem Huang Ya Ming Qian mitbestellt. Und schon als ich die Tüte öffnete, war ich ganz begeistert vom Duft, der sehr fruchtig herauskam und den Blättern selbst.
Ein schneller  erster Versuch zeigte mir dann, dass das ein ganz besonderer, schöner Tee ist. Ich mag gelbe Tees sehr gern, konnte mich aber auch schon von der Bandbreite an Qualitäten überzeugen.


Heute der „konzentrierte“ Versuch.
2g auf 75 ml Porzelangaiwan, 90° C.
Nun soll er  zeigen, was er kann und mir damit sagen, ob er sich zu kaufen lohnt.


Die trockenen Blätter, wie gesagt, riechen schon fruchtig und frisch, sehen schön aus mit vielen Spitzen, typischer  gelber Farbe.


Der Aufguss sehr hell mit einem leichten Stich ins Gelbe. Das Aroma leicht zuerst, das dann stärker wird. Und das hängt natürlich auch von den Ziehzeiten ab. Ich finde ihn schön ausgewogen, angenehm und rund, mit süßlichem Abgang ohne Bitterkeit.
„Rind gut durch die Kehle“ und „ noch nicht ölig aber kurz davor“ sind die Kommentare an meiner Seite…
Und in den späteren Aufgüssen „ein ganz leicht astringierendes Gefühl am Gaumen“.


Die feuchten Blätter zeigen die Qualität, wenn sich die Blattspitzen leicht öffnen, alles ganz „junges Gemüse“ und eine schöne Farbe sehe ich auch.

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass ich sehr froh über diese Probe bin und der Tee mich überzeugt hat.


Dienstag, 31. Oktober 2017

Ausgetrunken Oktober # 10 - Thirsty

Hallo ihr Lieben, da Thirsty immer so beschäftigt ist, schreibe ich mal den Ausgetrunken Post, eure "EckChen".

Thirsty hat in den letzten drei Monaten wieder eine Menge Tee vernichtet. Ich bin auch etwas daran schuld, denn ich bin einfach zu süß. Und immer wenn mich Thirsty sieht, füllt sie mich mit Tee voll.



Also in den letzten drei Monaten haben wir gemeinsam sieben Teepackungen geleert. Darunter waren zwei Milky Oolongs (Teebotschaft). Diesen Tee trinken Thirstys Freunde sehr gerne, daher wird dieser Tee häufig kredenzt. Glücklicherweise nicht in mir!
Also zu den Milkys, gesellten sich ein Shanlinshi Oolong und ein Lishan High Mountain Green Oolong von Teahome. Beide Sorten wurden inzwischen wieder von dem Teejunkie angeschafft.



Einen Ali Shan Oolong, einen Mingu und zuletzt einen Ali Shan High Mountain Oolong (orange Packung) von Teahome gehören noch zum Vernichtungskader. Leider gibt es den Ali Shan High Mountain Oolong nicht mehr zu kaufen, darüber ist Thirsty sehr traurig, denn es war einer ihrer Lieblingstees, und meiner auch.
Yemin ist noch die Einzige, die noch diesen Tee in ihrem Sortiment hat. Sie verteidigt diesen Teeschatz mit allen Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen.



In nächster Zeit werdet ihr öfters von mir hören, denn Thirsty ist sehr beschäftigt, bzw., was das Schreiben angeht, ziemlich phantasielos. Ich greife ihr einfach mal unter die Arme.

Also bis bald eure "EckChen".

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Teeseminar - Chaxi

Datum: 26.11.2017
Wann: 16:00 Uhr 
Dauer: 2 Std. (oft eher mehr, wer mich kennt)
Ort: Nannuoshan Teahouse Berlin Mitte
Kosten: 20,- €

Anmeldung

Ich freue mich nach langer Pause wieder einmal ein Seminar zu geben. 
Dieses mal möchte ich euch das TEEma Chaxi näher bringen. 
Was bedeutet Chaxi?
Was macht ein gutes Chaxi aus?
Wie entsteht ein Chaxi?
Was gehört auf den Tisch und was nicht? 




Dienstag, 24. Oktober 2017

Interview with teamaster Hsiao Meilan

I have had the pleasure to met Teamaster Hsiao Meilan in Belgium for an interview. It was very interessting to listen to her answers and learn from her. Her knowledge of tea and Life is amazing! Teamaster is also a bit of a life coach... tea teaches you more about life than scool ever could. 
The silence of tea and the people who are sharing a cup of tea with you in peace