Reise - Tagebuch von "EckChen" - Tag 3-5

Tag 3:
Hallo ihr Lieben, da bin ich wieder eure "EckChen" an Tag drei. Die Sonne scheint schon am   Morgen; perfekt für einen Tee :). Kein Schnee mehr weit und breit.
Thirsty hat sich schon wieder für das Schlammbaden entschieden, statt den ganzen Tag Tee zu trinken.
SOFTY!!!



Tag 4:
Thirsty hat die Gegend erkundet und tatsächlich MICH dabei vergessen.
Sie bekam heute keinen Tee von mir. Man war ich sauer.





Tag 5: 
So nachdem sie mich echt gestern vergessen hatte, nahm sie mich gleich auf ihrer Tour mit. Thirsty hat heute zwei heiße Quellen aufgetan. Mal sehen wie der Tee mit diesem Wasser schmeckt.



Thirsty: "Ich werde jetzt das Wasser von der heißen Quelle probieren. Ich habe einen Ali Shan mitgenommen und werde das jetzt mal ausprobieren.
Das Wasser schmeckt ziemlich weich, vorne eine süßliche Note".



Heute war mein Tag! Habe mich heute wie ein Model gefühlt.




Heute testete "Thirsty" das heiße Quellwasser mit mir und dem Ali :).
Dazu haben wir uns ein schönes Plätzchen gesucht, natürlich in der Nähe des Wassers. Der Tee schmeckte "Thirsty" ganz gut. Hatte einen süßlichen Geschmack.
Sie hat mir heute versprochen, das wir jeden Tag hingehen. Mal sehen :).
"Thirsty" hat mal gleich der Teerunde mein Portrait geschickt.




Fortsetzung folgt...

Teil 1 - Reise - Tagebuch 
Teil 2 - Reise - Tagebuch

Die Kanne aus WuDang


Scherben bringen Glück heißt es bei uns.
Doch warum muss es bitte meine kleine Teekanne sein?
Ich fand die Kleine 2005 in den WuDang Bergen in China. In einem kleinen Tempel stand sie da.
Ich erinnere mich noch an das warme Wetter, den schweren Sandelholzduft der Räucherstäbchen, an das Glück in meinem Herzen. WU dang Shan, so stellte ich mir China vor, geheimnisvoll und voller Weisheit. Wunderbar mit seinen alten Tempelanlagen und einer schönen Natur.
Leider landete ich damals zuerst in Peking. Dort fand ich nichts von der China-Romantik.
In Wudang jedoch wurde ich dann belohnt.
Gerade hatten wir Affen gefüttert und schwammen in einem wilden Bach - damals in den Bergen von Wudang.
An diesem Tage fand ich also die kleine Kanne. Nicht teuer aber die herrliche Bemalung sprach mich an und faszinierte mich.

Immer wenn ich die kleine Kanne zum Teetrinken hervor hole, habe ich wieder diese wunderbaren Bilder in meinem Kopf und das Glücksgefühl von damals.

Doch seit den Tagen ist viel Zeit vergangen. Wir haben uns entwickelt und gelernt, Menschen wurden zu Freunden oder zu Fremden.

Die kleine Teekanne hatte schlechten Tee und guten Tee in ihrem Bauche. Nun ist sie gebrochen, zumindest der Deckel.
Ich möchte sie aber nicht aufgeben und gebe ihr ein neues Leben, Ich hebe ihren Makel hervor, um diesen zu einer größten Stärke zu machen. Ich gebe Gold auf ihre Wunden und mache sie wieder schön, auf dass sie neu erblühen möge und noch lange Freude spenden kann.





Süße Versuchung – Matcha-Schokolade I: Chokool Matcha

Für neue Leckereien, die man auch mal außerhalb des Internets kaufen kann, bin ich immer offen. Diese Schokolade von Chokool mit Matcha von Attila Hildmann habe ich bei mir im Reformhaus kaufen können. Sie ist vegan und beinhaltet nur folgende Zutaten: Rohrohrzucker, Kakaobutter, Kokosmehl, Mandelgrieß, Matchapulver und als Emulgator Sonnenblumenlezithin.

Wundert euch nicht über die Farbe der Schokolade. Ich habe sie im Kühlschrank aufbewahrt, da ich die Schokolade gerne knackig mag. Dadurch wird sie aber auch etwas weiß, eigentlich ist sie wirklich sehr grün, wie die Fotos auf der Internetseite zeigen. Die Konsistenz ist wirklich sehr interessant, durch den Mandelgrieß ist sie etwas grobkörnig, was ich sehr angenehm finde.
Beeindruckenderweise schmeckt diese Schokolade sogar richtig nach Matcha. Sie ist nicht zu süß, ich finde sie sehr ausgewogen im Geschmack.
Im Reformhaus habe ich 2,99€ bezahlt, für eine Bioschokolade ist das definitiv im gängigen Rahmen. Für eine nach Matcha schmeckende Schokolade zahle ich das auch sehr gerne, auch wenn ich sonst kein Hildmannfreund bin. Aber das ist ein anderes Thema ;) Kaufempfehlung!

Herzlichst,
Atessa


Herbst Haiku

Die Blätter tanzen,
welkes Laub spielt die Musik,
Rhythmus des Herbstes!


Yemin 2017




Review eines Ali Shan Oolongs aus Belgien


Name: Ali Shan
Fermentationsgrad: 20-30%
Herkunft: Taiwan
Zubereitung: 20-30 Sekunden Ziehzeit in einer Tonkanne
Geruch: fruchtig, blumig
1.-3. Aufguß: 20 Sekunden
ab 4. Aufguß: 30-40 Sekunden
Aufgüsse gesamt: 6



Yemin und ich tranken zusammen den Ali Shan aus Belgien, mein Geburtstagsgeschenk.
Der Tee ist ca. 30% fermentiert, hat große gerollte Blätter. Wir beide probierten als Erstes den Tee, indem wir ihn trocken gegessen haben.
Der Tee schmeckt gekaut - brotig, blumig.

Wir füllten die vorgewärmte Teekanne mit dem Ali Shan bis der Boden bedeckt war und weckten ihn danach kurz auf.
So, jetzt kann es losgehen.
Den ersten Aufguß ließen wir 20 Sekunden ziehen. Der Tee ist im Geschmack leicht, da die Blätter noch nicht ganz sich entfaltet haben.
Der zweite Aufguß ist im Geschmack stärker, der blumige Geschmack kommt mehr zur Geltung.



Ausgetrunken #11- Atessa – Der etwas andere Jahresrückblick

Mir ist es zugefallen, den letzten Ausgetrunken-Post des Jahres 2017 zu übernehmen. Tja und nun sitze ich hier, sortiere Bilder und überlege. Was habe ich in den letzten drei Monaten alles getrunken? Habe ich überhaupt etwas geleert? Nein. Außer zwei Dosen von meinem Lieblingsmatcha ist nichts leer geworden.
Woran liegt es? Ich trinke sehr viel weniger Tee am Teetisch, das habt ihr vermutlich schon aus den bisherigen Posts entnehmen können. Das Jahr 2017 sollte für mich das Jahr großer Veränderungen werden. Und das ist es auf jeden Fall auch geworden. Aber ganz anders als erwartet. 180° anders.
Auf eine spannendes ersten Quartal voller Vorfreude folgte eine Trennung, für mich absolut überraschend. Allzu sehr möchte ich gar nicht ins Detail gehen. Es war schmerzhaft und hart, aber ich bin durch diese Erfahrung gestärkt worden und in das Bewusstsein gekommen: Hey, du bist stark, du kommst auch allein zurecht, dir kann niemand etwas. 
In der turbulentesten Zeit hat mir der Teetisch als Ruheinsel Kraft gegeben, bot sich mir an, um meine Gedanken zu ordnen, neue Lösungen zu finden und vor allem: Zu mir selbst zurück zu finden.
Das zweite Quartal war dementsprechend sehr kräftezehrend aber ich habe gemerkt, dass ich auf mich vertrauen kann und etwas zweites: Dass ich Freunde habe, die zu mir stehen. Die lange Zeit vielleicht zu kurz kamen aber nicht zögerten, mich zu unterstützen. 
Danke an dieser Stelle an all die wundervollen Menschen, die für mich da waren und es weiterhin sind. Ihr seid großartig und es ist schön, dass es euch gibt! 

Die Sommersonnenwende war auch für mich eine Wende, ziemlich genau sogar. Seither ist so viel unglaubliches passiert. Unglaublich schönes. Ich bin zu vielen Erkenntnissen gekommen und beschreite nun einen Weg, der noch lange nicht zu Ende ist. Nie zu Ende sein wird, aber ich weiß, dass es der richtige ist, weil es sich so gut anfühlt. Wo genau er hinführt – weiß man das überhaupt je mit Bestimmtheit? Ich habe Überraschungen lieben gelernt. In diesem Jahr.
Dieses Jahr ist ein Jahr der Kompromisse. Das betrifft auch den Tee. Das betrifft auch meine generellen Aktivitäten im Internet. Auf meinem eigenen Blog habe ich den letzten Post im Juli geschrieben, hier bin ich auch sehr ruhig geworden. 
Mir ist bewusst geworden, wie viel Zeit mir wirklich zur Verfügung steht und diese Zeit möchte ich möglichst mit den Dingen füllen, die mir in diesem Moment wichtig sind. Wie es mir gerade in diesem Moment wichtig ist, genau diesen Post zu schreiben. 
Ich habe unheimlich viele Interessen und manchmal wächst mir alles über den Kopf. Ich möchte alles gleichzeitig tun und tue am Ende nichts sinnvolles. 
Der Tee ist und bleibt ein fester Bestandteil meines Lebens. Auch meine Mitarbeit an diesem Blog möchte ich weiterführen. Aber mein Fokus liegt auf dem realen Leben. Darum wird es nun nicht noch weniger werden, dass ich schreibe. 
Aber mit diesem Post möchte ich mir selbst die Anspannung nehmen, schreiben zu müssen. Ich glaube, das musste einfach einmal öffentlich gesagt werden – nur für mich. So verliere ich das Gefühl, dass ich schreiben muss. So denke ich wieder "Wow, ich darf an diesem wunderbaren Projekt mitarbeiten", ich bin mir sicher, dass ich so viel leichter ins Schreiben komme, mir wieder Themen zufallen, ich Freude am berichten bekomme. 

Also: Ich freue mich auf die kommende Zeit mit euch! Nehmt es mir nicht krumm, wenn die Bilder "frisch im Alltag geschossen" sind, lasst uns gemeinsam den Tee genießen. In Ruhe. Mit Freude. Und: Mit Freunden.
Danke 2017, du hast viel bewegt und mich vieles gelehrt. 
2018 kann ich nun herzlich willkommen heißen =)

Auf ein neues Jahr voller Veränderung, Überraschungen und wunderschöner Erlebnisse!
Herzlichst,
Atessa

Zum Tee mit ... zwei Romanautoren

Nun sitze ich hier an einem klaren, sonnigen Herbsttag, draußen in meinem Garten, mit diesen zwei älteren Herren beim Tee und versuche meine Phantasie dahingehend zu entwickeln, dass sie mir etwas von ihrer Geschichte erzählen, obwohl sie schon seit über 40 Jahren nicht mehr leben.
Zwei berühmte Romanautoren in ihren Ländern, bei uns in Europa eher unbekannt, traten durch jeweils ein Buch in mein Leben, unterhielten mich mit ihren Geschichten, die so ungewöhnlich und vielschichtig sind und sich mit Themen beschäftigen, die auch heute noch aktuell sein könnten.


Da ist zum einen Herr Wang, Dulu aus China, von dem ich gerade erst die englische Übersetzung seines ersten Buches „The Crain startles Kunlun“ aus der „Crain – Iron -  Pentalogie“ lesen konnte. Aufmerksam wurde ich darauf durch den auch international bekannten Film „ Crouching Tiger, Hidden Dragon“ , der sich allerdings mehr auf den Inhalt des 4. Buches bezieht.


Und ich habe Herrn  Yoshikawa, Eiji aus Japan zu mir eingeladen, der mir durch seinen umfangreichen Roman „Musashi“ bekannt wurde, von dem es auch mehrere Verfilmungen gibt.


Die Idee, zwei Romanautoren zum Tee einzuladen, entstand in diesem Blogbeitrag:
Aber diese Geschichte mit Leben zu füllen war nicht so leicht wie gedacht.

Da ich etwas unschlüssig wegen der Teewahl war, entschied ich mich für einen meiner bevorzugten Teesorten und gestaltete den Tisch eher rustikal, einfach um damit nicht vom Gespräch abzulenken. Der “Wu Yi Qi Lan“ Oolong ist mineralisch und geröstet und wärmt uns bei diesem kühlen aber trockenem Wetter auch von innen auf.

Tragische Liebesgeschichte und überragende Schwertkampfkunst sind die verbindenden Themen der beiden Autoren. Und beide veröffentlichten ihre Romane fast zeitgleich als Fortsetzungsgeschichten in Tageszeitungen ihrer Länder. Und immer wieder stellte sich die Frage, ob es nicht möglich wäre, diesen Kreislauf aus Tod und Rache zu durchbrechen. In beiden Büchern werden die Helden immer wieder dazu herausgefordert, sich der Übermacht einer Gruppe zu stellen, die im Duell entstandenen Verletzungen durch immer weitere Duelle, mit zum Teil betrügerischen Methoden fortzusetzen. Der zu jener Zeit ausgefochtene Zweikampf mit scharfen Waffen brachte leicht ein Übermaß an Verletzungen mit oft tödlichem Ausgang hervor. Und jede Weigerung, sich weiterhin dieser Methode zu bedienen, wurde stets als Feigheit ausgelegt.


So zu sitzen, Tee schlürfend, die Ruhe genießend, braucht es keiner vielen Worte, um sich zu verständigen. Beide Herren dachten sich zurück an die Zeit ihrer Bücher, wo Tee schon genauso gern getrunken wurde, wenn auch nicht von so vielen Menschen, viele gab es, die ihn sich oft einfach nicht leisten konnten. So viele Fragen gehen mir durch den Kopf, so wenig ist mir über die Autoren bekannt, über ihre Zeit, in der sie schrieben, über die Zeit, über die sie schrieben.
Die Helden tranken Tee nur so nebenbei, ohne besondere Hingabe und Rituale. Musashi fühlte sich eher unwohl, wenn er bei bedeutenden Leuten zum Tee eingeladen war und sich deren gehobenen Sitten anpassen musste.
Es gibt viele idealisierte Märchen, die damals so wahrscheinlich gar nicht stattgefunden haben. Andererseits haben Märchen oft auch immer einen wahren Kern, der mir etwas zum Nachdenken gibt.



Mir ist nicht so wichtig, mit welchen Techniken gekämpft wurde, wie genau sie auch in den Büchern beschrieben wurden. Und es ist auch besser, nicht alles wörtlich zu nehmen, weil nicht bekannt ist, in wieweit die Autoren über Kampfkunst mit Schwertanwendung Bescheid wussten.
Für mich eher interessant, wie diese „gesetzesfreien“ Leute damals unterwegs waren, was bestimmt nicht so leicht war, wie es zu lesen ist.
Beide Herren lächeln leicht, als ich auf die Rolle der Frauen zu sprechen komme. Es gibt starke Frauen in diesen Büchern und doch sind oft auch Tränen mit dabei, für mich fast etwas zu viele, als ob damit immer auch ein Unterschied zu den starken Männern beschrieben werden soll, die Tränen nur bei wirklicher Trauer zeigten.
Interessant der Entwicklungsweg der Kampfkünstler. Mit wie viel Fleiß sie lernten um sich zu entwickeln, welche Extreme überwunden werden mussten. Musashi lernte wenig von Meistern, meist lehrte er sich selbst oder er lernte erst im realen Kampf.
Im chinesischen ist sehr interessant, wie jeden Morgen zusammen geübt wird und der alte Meister herumgeht und sehen muss, dass alle wollen, aber nicht wirklich zum Meister geschaffen sind. Auch interessant, wie damals jemand den Meister durch seinen Fleiß überzeugen konnte, ihm etwas beizubringen. Heutzutage zählt oft nur das Geld, dass man reichlich zahlen darf. Aber es gibt ja auch Gleichgesinnte, mit denen man wie im Spiel üben kann, ohne dass es dabei zu ernsthaften Verletzungen kommen muss. Worüber die Herren doch sehr erstaunt waren, wie auch über die modernen Möglichkeiten, sich über größere Entfernungen auszutauschen und Leute mit gleichen Interessen zu finden.


Ja, die Zeit verging wie im schnellen Ritt und schon hieß es wieder Abschied nehmen.
Beide luden mich aber höflich dazu ein, bei Gelegenheit wieder an sie zu denken und die Abenteuer ihrer Romanhelden weiter zu verfolgen.
So werde ich noch oft an meinem Teetisch sitzen und mich für mein eigenes Bewegen inspirieren lassen. Ob beim Tee oder auch beim Taijiquan, dieser Fleiß und die ehrliche Ernsthaftigkeit zu verinnerlichen, auch wenn ich mich nur zum Spaß und für meine Gesundheit bewege, den Tee gieße, würde ich gern weiter verfolgen, ganz in der Erinnerung der Romanhelden in diesen Büchern.

Reise - Tagebuch von "Eck Chen" - Tag 2

Da bin ich wieder mit dem heutigen Update meiner Teereise/Abenteuerreise.

"Thirsty" wollte dem kalten Wetter in Deutschland entfliehen, doch heute früh hat es hier geschneit (hihi), da musste "Thirsty" natürlich (Zwinker) was warmes trinken.

Also kam ich wieder zum Einsatz. Wurde auch Zeit."Thirsty" mag es vielleicht, nichts zu tun, aber ich bin doch hier um etwas zu erleben und dieses zu schildern.

Bis jetzt lautet mein Fazit: Enttäuschend, "Thirsty" muss mit mir dringend raus.



Fortsetzung folgt ...

Teil 1 - Reise - Tagebuch