Donnerstag, 21. September 2017

Monatsfavorit - Atessa #16 September


Wenn man den Monatsfavoriten danach bemessen würde, ob er am häufigsten getrunken wurde, dann wäre es bei mir wohl schon wieder ein Pu Ehr. Und ja, er ist auch wieder ganz weit oben auf meiner Lieblingsteeliste, schon allein weil ich wunderschöne Erinnerungen an eine großartige Reise mit ihm verbinde. Aber gerne habe ich in diesem Monat auch  den Nepal Oolong Jun Chiyabari von Teegeschwendner getrunken, ein Tee, der "endlich" mal weg muss. Häufiger als am Teetisch habe ich ihn im Teamaker mit zur Uni genommen und meine Bachelorarbeit mit ihm geschrieben. Die habe ich dann hoffentlich im nächsten Monat auch fertig. Passend, wenn die Tüte leer ist :)

Herzlichst,
Atessa

Dienstag, 19. September 2017

Monatsfavorit August # Thirsty


Im August war noch Yemin bei mir und wir haben gerne den Li Shan getrunken.
Jetzt ist er alle!

                          Hier der Beweis!

Zur Zeit trinke ich auch noch den Dong Ding von Teahome. Er ist stark fermentiert, sehr dunkel in der Farbe und stark im Geschmack.
Ich trinke meistens den Dong Ding, wenn ich mit Yemin eine Fern Teesession habe.



Es fällt mir zunehmend schwerer einen Monatsfavoriten auszusuchen. Wie sieht es bei euch mit Monatsfavoriten aus, habt ihr ein Tipp für mich?

Donnerstag, 14. September 2017

Zwei helle Gushu im Vergleich



ca. 1500 Jahre alte Sehenswürdigkeit
typische Olovenbäume












Auf Zakynthos – Griechenland habe ich einen 1500 Jahre alten Olivenbaum gesehen. Auch dort wird das Alter der Bäume anhand des Stammdurchmessers geschätzt. Aber auch an  anderen Orten auf der Insel sah ich Bäume mit beeindruckendem Stammdurchmesser. In einer Olivenpressfabrik konnte ich dann die Verarbeitung sehen und den Geschmack des Olivenöls probieren. Das Öl der alten Bäume hatte für mich einen interessanten, intensiven, „runden“ Geschmack, auch wenn ich diesen nur als gegeben annehmen konnte.


Bei Puerh ist das ähnlich. Ich kann diesen Geschmack nur als gegeben annehmen und akzeptieren. Dass es sich dabei um alte oder sehr alte Bäume handelt ist für mich nur schwer zu unterscheiden. Und darum dieser Versuch.


Da ich zwei kleine Scheiben von Bäumen unterschiedlichen Alters besitze, dachte ich, sie direkt parallel zu probieren
Bingdao Gushu Sheng Frühling 2017, links 100 bis 300 Jahre, rechts ca. 1000 Jahre. So die Angaben von Nanyi aus Berlin, wo ich diese beide gekauft habe.


Ob leichte Variante mit 1,5g auf 75ml, 90 Grad, 2min., 1min., 1min.15, …
oder konzentriert mit 1,5g auf 45ml, 90 Grad, 1min.,30s., 1min., …
Beide Pu’s sind sich schon sehr ähnlich bis, für mich als Hobbytrinker, gleich.
Der von jüngeren Bäumen ist schneller da, etwas kräftiger, kantiger, eher typisch Puerh am Anfang. Der von älteren Bäumen ist etwas zögerlicher aber ergiebiger, länger präsent über die Aufgüsse hinweg, weicher, intensiver, komplexer im Aroma.


Beide sind etwas kräutrig, leicht Puerhtypisch aromatisch, mit sich entwickelnder Süße, wenig bitternd und mit hellen Früchten wie Pfirsich lange präsent im Mund. Sie sind jung und frisch (Pflückung), wie eben der Frühling, schmecken sauber und haben Kraft, die sich anregend zeigt.


Für mich ist es echt schwer, den deutlichen Unterschied zu erkennen. Ja, subtil, wenn ich genau darauf achte, ist etwas zu erkennen. Aber wenn ich sie einzel angeboten bekommen würde, wüsste ich wahrscheinlich nicht einzuschätzen, welcher der von den älteren Bäumen ist.


Ein zwischenzeitliches Problem war noch das Wasser. Da ich nach dem Urlaub eine neue Britta Patrone benutzte, war ich erst etwas negativ von den Tees überrascht. Mit gekauftem Quellwasser war es dann deutlich besser.




Dienstag, 12. September 2017

Kung Fu Cha Tee vom Markt?

Hallo ihr Lieben,

Ich war mit einer Freundin vor kurzem auf dem Wochenmarkt. Da entdeckte ich einen asiatischen Stand mit Tee.
Die Augen strahlten, das Herz ging auf, aber der Verstand schrie, das kann kein guter Tee sein.
Ich als Frau ignorierte die Warnung - ich wollte einen Tee kaufen!

Ich sah einen Oolong Tee 50g für 6,50- €.

Ich fragte die Verkäuferin, wo denn der Tee her stammt und was für ein Oolong Tee das ist.
Sie sagte zwar, das der Oolong Tee aus Taiwan stamme, aber was das für ein Tee war, sagte sie nicht. Sie sprach nur davon, dass das ein Oolong Tee sei. Hmm, was für eine Info.
Als ich dann ein paar Teesorten aufgesagt habe, druckste sie weiterhin.
Also hatte sie einfach keine Ahnung.
Dann sagte sie doch tatsächlich, das der Tee ein Kung Fu Cha sei. OK, jetzt war ich verwirrt.
Wie bitte? Ich dachte immer Kung Fu Cha bedeute, die Art wie ich ein Tee zubereite, also die Kunst des Tee zubereitens, und nicht die Sorte eines Tees.
Na gut, die Dame kann mich nicht abschrecken, denn ich bin jetzt richtig neugierig, wie der Tee schmeckt. Also quälte ich die Dame nicht weiter und kaufe mir eine Packung.

Nun probierte ich diesen Oolong Tee aus. Ich schaute mir die Verpackung genauer an, und was sehe ich da, da steht tatsächlich der Name des Tees.
Darf ich vorstellen, dieser Oolong Tee ist ein schwarzer Drachentee.




In der großen Verpackung verstecken sich fünf kleine Probepackungen. Die Blätter sehen gerollt aus, aber die Farbe sieht nicht schön aus.



Ich habe diesen Oolong Tee im Gaiwan ausprobiert. Vom Geschmack erinnert er mich an einen Gaba Tee, er ist sehr süßlich, so als wäre Süßstoff drin. Man kann ihn bis zu sieben mal aufgießen. Die Blätter fühlen sich rau an und sehen zum Teil zerfressen aus.








Aber um ehrlich zu sein, kann man auch gerade mal für 6,50- € nicht viel erwarten. Erstaunlicherweise kann man diesen Tee trinken. Den süßlichen Geschmack spürt man noch eine Weile im Mund.

Donnerstag, 7. September 2017

Gelagerter Luku Dongdin – Abgesang auf einen Freund



Nun sitze ich hier an meinem Tisch, draußen. Ein ruhiger Morgen beginnt mit Stille im Garten, Vögel singen, ein Flugzeug summt entfernt wie eine Biene. Die Sonne lugt hinter einer Wolke hervor. Sie brennt schon etwas warm aber es ist auch frisch vom Boden her, in den bewölkten Momenten.


Auf der Suche nach dem Geschmack des Gelagerten, vorbei an feucht gelagerten Puerh, die oft mehr Stock und Schimmel offenbarten, als fassbaren Geschmack. In der Ferne ein Pu - greis, 1965, mit einer überraschenden Klarheit und Kraft in meiner Erinnerung, wende ich mich zurück zu Oolongs, klassischer Verarbeitung. Und dann entdeckte ich diesen Dongding, gelagert aus Taiwan, kein großer Name, aber mit Silber prämiert (2010). In seiner Klarheit und Reife schon etwas Besonderes für mich, selten hervorgeholt, habe ich ihn mehrmals geteilt und immer lobende Worte für ihn erhalten.


Jetzt sitze ich hier, einen Gaiwan ( 45ml ), am einfachen Teetisch, die Schale gespült, den Tee erwärmt, riechen, beobachten, den Tee waschen, warten, riechen, beobachten, aufgießen, warten, abgießen, am Tee riechen, am Deckel und am Krug riechen, trinken, ...
Die Teeblätter riechen selbst oft nicht so interessant, wie der Deckel des Gaiwans innen oder der Umgießkrug. Nicht umsonst wurde in der Kungfucha der Riechbecher erfunden.


Der Tee hat eine klare bernstein-braune Farbe, es gibt wenig Staub, die Blätter entrollen sich nur zögerlich, was an der Röstung und Lagerung liegt. Die Blätter sind dunkel, fast schwarz und fest aber elastisch, vielleicht an einigen Stellen etwas mürbe. Ich erkenne einige Stiele mit 2 Blättern + Spitze, wenig größere Blätter, immer noch etwas krumpelig gerollt, selbst nach den späteren Aufgüssen.
Das Aroma ist intensiv aber nicht zu stark. Natürlich gelagert aber nicht alt, nicht schimmlig, sehr klar, dunkle Früchte, Pflaume, etwas Osmantus, ganz wenig Kräuter, medizinisch wie ein Hauch. Ein Geschmack, den ich noch lange in meinem Mund mit mir herumtragen werde.
Ich wandere durch mehrere Aufgüsse mit länger werdender Ziehzeit. Er ist nicht übertrieben ergiebig, der 5. lässt schon nach, obwohl noch etwas zu erkennen ist.


Gute Tees in geringen Mengen zu lange aufzuheben, ist oft ein Fehler. Jetzt werde ich mich von ihm verabschieden und den Rest demnächst zügig aufbrauchen.
Es ist schwierig, bei dieser Erfahrung, vergleichbare Tees zu bekommen, noch dazu in bezahlbarem Rahmen.

Oft ist es ein glücklicher Moment, den es zu fassen gilt, zu bewahren, um dann wieder davon loszulassen, weiterzuziehen, sich erinnernd ...

Dienstag, 5. September 2017

Dark Pearl - Eine Überraschung

Ich weiß gar nicht mehr so genau wieso ich diesen Tee bestellte aber ich bin sehr froh darüber es getan zu haben. Es ist wirklich die Überraschung des Jahres für mich. Ich rede vom Dark Pearl Oolong des Hamburger Teespeicher.

No. 1868 Dark Pearl Oolong
Herkunft Taiwan
50g - 7,70 €














Dieser Oolong ist ein stark fermentierter und gerösteter Oolong.

Schon beim ersten Aufguss schmeckt man süße Früchte heraus. Die Süße verliert sich kaum während der div. Aufgüsse. Ich mag den Tee an windigen, etwas kühleren Tagen sehr gern. Es ist ein Alltagstee für die schlechteren Tage.
Was ich an dem Tee nicht ganz so mag ist das Blattgut an sich. An dem gerollten aus der Tüte kann ich nicht mosern aber die Blätter öffnen sich nach dem aufgießen schwer, was daraufhinweist das bei der Röstung etwas schief gelaufen sein muss. Vielleicht überröstet? Wenn dem so sei, sollte man auf jeden Fall darauf achten diesen Tee nicht auf leeren Magen zu trinken. Es könnte leicht zu Magenbeschwerden führen.



Dennoch ist es ein schöner Tee für den Alltag und einen Tipp wert.

Ein paar Informationen fehlen mir auf der Teetüte lieber Teespeicher, Erntezeit und Jahr und das Kultivar wäre auch schön gewesen.



Donnerstag, 31. August 2017

Ausgetrunken - Yemin


Die letzten Monate habe ich nicht viel Tee verbraucht, d.h. es ist nicht ganz richtig. Ich habe schon viel getrunken aber was ich so alles geschafft habe, dass seht Ihr eher in "Thirstys" Ausgetrunken Bericht.



Tie Guan Yin
Belgium Tea Art Centre
100g - 90€
Kohle Röstung



Eigentlich muss ich zu diesem Tee doch wirklich nichts mehr sagen. Das ich diesen lecker finde wisst Ihr, vielleicht lohnt es sich zu sagen, das ich diesen Tee im Sommer nicht so gern mag. Er wärmt viel zu sehr. An heißen Sommertagen mag ich ihn nicht. Ich freue mich allerdings auf den Herbst, den dann kann ich diesen Tee wieder voll genießen.






GABA Oolong
Handpflückung, exklusive Qualität
Teahome
300 g - 75,60€



Atessa hatte zur selben Zeit einen günstigeren GABA, den sie schon kannte, mitbestellt. Ich entschied mich allerdings für die teurere Variante. Es ist immer spannend einen Vergleich ziehen zu können. Die Tüten sahen gleich aus bei der Lieferung und ich Ahnte schlimmes. Ich wurde aber Enttäuscht, den es war Keineswegs der selbe Tee. Der teure Tee hat mich förmlich aus den Latschen gekippt so gut war dieser. Mit einer kurzen Ziehzeit und wenig Blätter konnte man einen vollmundigen Tee zaubern. Ich machte den Fehler den günstigen Tee danach genießen zu wollen, ich trank Wasser. Es kam mir vor wie Wasser so kräftig war der gute Tee.
Eine klare Empfehlung also.






Schwarztee
Meng Ding Shan China



Eine letzte Tüte ist getrunken. Hach, ich trauere um diesen Tee. Mit den Erinnerungen in den Bergen schweifend vergaß ich alles um mich herum und verweilte noch einmal in den schönen Tempelanlagen bei Meng Ding Shan/ Sichuan. Ich kann euch sagen, dass ich irgendwann noch einmal diesen Ort besuche und hoffe das ich diesen Tee noch einmal ergattern kann.

Dienstag, 29. August 2017